Update: Es ist soweit! Partnerschaft zwischen ReachAcross & DMG in Deutschland

Neue Missionspartnerschaft für ein gemeinsames Ziel

Es ist soweit: Ab dem 1. Mai 2026 arbeitet ReachAcross Deutschland als Arbeitsbereich der DMG. Ab Mai 2026 übernimmt die DMG die Anstellungen, Spendenverwaltung und weitere unterstützende Tätigkeiten. Dazu unterzeichneten die Verantwortlichen beider Werke beim „Willkommenstag“ auf dem Buchenauerhof die gemeinsame Kooperationsvereinbarung. 

Die gemeinsame Geschichte der Werke geht weit zurück: Vor seiner Zeit als DMG-Missionsleiter (1968) war Missionar Bruno Herm bereits mit dem „Red Sea Mission Team“ unterwegs, das 2007 in „ReachAcross“ umbenannt wurde. Später – so berichtete Detlef Blöcher – arbeiteten die Missionsleiter von DMG und ReachAcross intensiv miteinander im Vorstand der AWM, auch in einer Arbeitsgruppe zur „Kooperation von Missionswerken“. Detlef Blöcher betonte den biblischen Begriff „synergos“: Bei Zusammenarbeit in diesem Sinn geht es darum, gemeinsam Gott zu verherrlichen.

Das Team von ReachAcross zu Gast im neuen Andachtssaal der DMG.
Wie die Zusammenarbeit konkret aussieht

Simon Bohn, DMG-Missionsleiter, wies darauf hin, dass Zusammenarbeit auch trotz Hürden wichtig ist. Die DMG ist keine Missionsgesellschaft, sondern eine Gemeinschaft:

„Schon unsere frühe, gemeinsame Prägung zeigt: Mission und Teamarbeit ist zwar nicht leicht, und in vielen Regionen auch leidvoll. Aber es lohnt sich, die Kräfte zu bündeln, denn Menschen müssen Jesus begegnen. Unsere Zusammenarbeit besteht nicht nur in Projekten und Organisation, sondern vor allem auch im gegenseitigen Tragen und Gebet füreinander.“

Muslime sind – auch in Deutschland – sehr offen für Gespräche über den Glauben. Das betonte einer unserer Mitarbeiter. Erst für kurzem hat ein führendes Mitglied aus der Moschee seiner Stadt ihm erklärt: „Du bist der erste Christ, den ich treffe, der von seinem Glauben überzeugt ist und gerne darüber spricht.“ Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Gemeinden und Christen ermutigt werden, auf Muslime zuzugehen. ReachAcross und die DMG unterstützen christliche Gemeinden, auch gegenüber Menschen anderer Religionen sprachfähig zu werden. Dazu können Gemeinden Mitarbeiter und Missionare für Veranstaltungen einladen.

Eine gegenseitige Bereicherung

Pfarrer Dr. Martin Abraham, Vorsitzender des Vereins ReachAcross e.V., freut sich auf das, was Gott für die Zukunft vorbereitet hat:

„Die Nachrichten haben große Themen, und werden wohl nicht über uns als Missionswerke berichten. Aber was Gott tut, ist trotzdem weltbewegend – vielleicht mehr als das, was im Radio besprochen wird. Unser Ziel ist, dass die Ehre für Jesus sich weiter ausbreitet.“

Auch Roland Denner, Leiter von ReachAcross International, ermutigt die Teams:

„Ihr arbeitet zusammen, weil ihr eine Einheit seid. Genauso sollen Christen wahrgenommen werden: Zusammenhalt in Jesus ist Teil unseres Zeugnisses.“

Pfarrer Dr. Martin Abraham (ReachAcross, li) und Simon Bohn (DMG) unterzeichnen den Kooperationsvertrag.
Gelebte Partnerschaft als Kernwert

Die DMG arbeitet seit ihrer Gründung weltweit mit Partnerwerken zusammen. Seit längerer Zeit findet auch organisatorische Vernetzung statt, um administrative Kapazitäten und Erfahrung gemeinsam zu nutzen. So ist das DMG-Heimatzentrum beispielsweise seit 2020 auch das offizielle Büro für „SIM Germany“ und der Arbeitsbereich „kids-team“ arbeitet bereits seit 2017 mit der DMG zusammen – inzwischen mit sechs Regionalteams.

v.l.: Sven Eißele (ReachAcross) und Simon Bohn (DMG)

Beide Missionsleiter, Simon Bohn (DMG) und Sven Eißele (ReachAcross), freuen sich auf die gegenseitige Ergänzung und betonen, dass die Werke Gemeinschaft leben und voneinander lernen wollen.

Die langjährige Erfahrung von ReachAcross in der Begegnung mit Muslimen wird eine große Bereicherung für uns sein. Wir möchten als DMG mit unseren Gaben, dem weltweiten Netzwerk und den Möglichkeiten unseres Heimatzentrums dazu beitragen, dass ReachAcross auch in Zukunft diesen Menschen dienen und sie mit Gottes Botschaft erreichen kann.“, sagt Simon Bohn.

Sven Eißele fügt hinzu:

„Für uns ist es ein großes Privileg, gemeinsam mit den Geschwistern der DMG Gottes Herzschlag für die unerreichten Muslime in der islamischen Welt zu teilen. Nur zusammen schaffen wir es den Missionsauftrag für die unerreichten Millionen von Muslimen umzusetzen. Dabei begeistert uns die weltweite Erfahrung der DMG in Bezug auf Partnerschaft und die Kompetenz in der Begleitung von über 400 Mitarbeitern. Das herzliche Willkommen und die geschwisterliche Einbeziehung bei verschiedenen Veranstaltungen haben mich sehr beeindruckt und ich bin gespannt was Gott aus dieser Partnerschaft für sein Reich wachsen lassen wird.“


Danke für dein Gebet: für Gelingen, Segen und Einheit bei allen anstehenden Schritten in der begonnenen Kooperation, „damit Menschen Gott begegnen“ und „damit Muslime Jesus folgen.“

Webseite der DMG: DMG // Damit Menschen Gott begegnen – DMGint.de

Häufige Fragen (FAQ)

Von 2021 bis 2024 bestand bereits eine Kooperation im Bereich der Verwaltung, gemeinsam mit der Evangeliumsgemeinschaft Mittlerer Osten (EMO) in Wiesbaden. Das war eine positive Erfahrung, die für beide Werke eine Bereicherung war und Synergien freigesetzt hat.

Nachdem diese Kooperation zu Ende ging, stellte sich die Frage, wie die Verwaltung erneut auf solide Füße gestellt werden kann. Mit der DMG hat ReachAcross einen Partner gefunden, der nicht nur über bewährte Strukturen verfügt, sondern auch das Anliegen von ReachAcross teilt, Muslime mit der Liebe Jesu zu erreichen. In dieser Zeit des Umbruchs wurde deutlich, dass eine strategische Partnerschaft mit der DMG sowohl im Bereich der Verwaltung als auch darüber hinaus eine zukunftsfähige Lösung sein kann – getragen von gemeinsamen Werten und theologischer Basis.

Nein. ReachAcross bleibt weiterhin eine eigenständige Organisation mit ihrer eigenen Berufung, Ausrichtung und Leitung. Die Kooperation bedeutet eine enge Zusammenarbeit, keine Verschmelzung.

  • Intensivere Zusammenarbeit in den Bereichen Personal, Verwaltung und Projekte.
  • Nutzung gemeinsamer Ressourcen (z.B. Einsatzvorbereitung, Member Care, Infrastruktur)
  • Neue Möglichkeiten für gemeinsame Einsätze und Mobilisierung.

Ja. Spenden an ReachAcross und seine Mitarbeiter werden weiterhin zweckentsprechend eingesetzt. Die Spendenverwaltung wird im Rahmen der Kooperation in die Hände der DMG übergehen. Bis dahin bleibt alles beim Alten. Spender und Unterstützer werden zeitnah darüber informiert, wenn konkreter Handlungsbedarf besteht. (z.B. Änderung des Empfängerkontos für Daueraufträge)

Nein. ReachAcross bleibt klar in seiner theologischen Ausrichtung verwurzelt. Der Fokus der Arbeit der DMG „Damit Menschen Gott begegnen“ wird in der Arbeit von ReachAcross weiter konkretisiert „Damit Muslime Jesus folgen“.

Für bestehende Mitarbeiter bedeutet die Kooperation:

  • Stärkere Unterstützung im Bereich Member Care, Administration und Weiterbildung.
  • Erweiterte Perspektiven für Zusammenarbeit.

Es gibt keine Pläne, ReachAcross komplett in die DMG zu integrieren. Ziel ist eine strategische Partnerschaft mit klarem gemeinsamen Ziel. Auch die anderen ReachAcross Zweige bleiben von der deutschen Kooperation unberührt.

ReachAcross wird weiterhin eigene Kommunikationswege nutzen. In bestimmten Bereichen kann es gemeinsame Auftritte und Inhalte geben, aber ReachAcross bleibt nach außen hin sichtbar und aktiv.

  • Größere Synergieeffekte bei Mobilisierung und Ausbildung.
  • Mehr Stabilität und Verlässlichkeit im organisatorischen Bereich.
  • Neue Möglichkeiten für junge Menschen, in den Dienst einzusteigen.
  • Stärkere Stimme für das Anliegen unter Muslimen im deutschsprachigen Raum.

Ist deine Frage offen geblieben? Wende dich gerne an uns!